Die Evangelikalen suchen und gewinnen immer mehr Anerkennung und Einfluss in Gesellschaft und Politik. Doch zu welchem Preis? Entspricht dieser Weg dem biblischen Evangelium oder ist er ein Irrweg? Es ist Zeit, dass die Christen die wahren Beweggründe von „besucherfreundlichen Gottesdiensten“, „Emerging Church“, Rick Warrens Bestrebungen und der „Transformation“ von Gemeinden und Gesellschaft erfahren. Dr. Martin Erdmann ist ein profunder Kenner der Zusammenhänge auf christlicher, politischer und wirtschaftlicher Ebene und verdeutlicht eine brisante und eklatante Notlage.
- Taschenbuch, 287 Seiten
Rezensionen
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- Hans-Werner Deppe
- Gottfried Meskemper
„Es war mir nicht bewusst, dass das Buch 2011 veröffentlicht wurde. Damit ist es im Grunde fast prophetisch zu nennen im Sinne, dass es hervorsagt, wie die Wirklichkeit zu sehen ist. Auf einem Kongress eines evangelikalen Verbandes wimmelte es von Vertretern der Emerging Church; die verräterischen Vokabeln, wie gesellschaftliche Relevanz, Transformation und missional, werden munter gebraucht, und kaum einer versteht offensichtlich, was gemeint ist.“
„Der Autor hat eine Menge an Literatur gelesen und Fakten analysiert. Er belegt die Tatsache, dass führende Evangelikale durch den Einfluss und die Unterstützung von weltweit agierenden, nichtchristlichen, meist humanistischen Strategien, Medienmogulen und Milliardären mit starkem politischem Einfluss zu Wegbegleitern des sogenannten Dominionismus wurden. Unter diesem Begriff versteht man, dass sich die Gemeinde als eine Institution verstehen soll, die gezielt alle kulturellen, politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereiche durchdringt und besetzt, um das Reich Gottes auf Erden auszubreiten.“
„Dr. Martin Erdmann zeigt auf, wie die Neue Apostolische Reformation, die ganzheitliche Mission, die globale Transformation und Emergent Church von Anfang an von scheinchristlichen New-Age-Denkern geprägt wurden und welchen Einfluss der Management-Guru Peter Drucker und seine Sozialphilosophie auf Rick Warren und viele andere neoevangelikale Initiativen hat. Der Einfluss der Emerging Church hat auch auf die Evangelikalen durch deutsche Protagonisten, wie Tobias Faix und Johannes Reimer, deutlich zugenommen. Dieses Buch ist von größter Aktualität und Wichtigkeit, um bestimmte gegenwärtige Entwicklungen zu verstehen, biblisch zu beurteilen und einordnen zu können. Das endzeitliche Babylon und sein vielschichtiges Netzwerk schein Konturen anzunehmen.“
„Die Gesellschaftstransformation haben einige Evangelikale zur ‘zweiten Reformation’ erklärt. Führte die erste zum Evangelium zurück, so soll die zweite zur sozialen Verantwortung führen und schließlich die gesamte Gesellschaft verändern. Der Dominionismus wolle strategisch Gesellschaft verändern, so dass sie zu einem Reich für Christus wird. Dr. Martin Erdmann nimmt wahr, dass an den Rändern dieser Bewegung Esoteriker Einfluss nehmen, die offen für Religionsvermischung werben. Es ist dem Buch zu wünschen, dass seine Thesen offen diskutiert werden und man sich selbstkritisch mit der Analyse auseinandersetzt.“
„Dr. Erdmann legt offen, wie in der Missiologie und Evangeliumsverkündigung eine tragische Akzentverschiebung stattgefunden hat von der lebensrettenden Botschaft von Himmel und Hölle hin zu einem sozialen Evangelium und einem damit verbundenen anderen Missionsverständnis. So waren in der Vergangenheit soziale Veränderung und Hilfe in der Evangelisation und Mission immer die Folge von Bekehrung und Errettung der Menschen. Niemals aber war es ein Ziel, welches der Evangelisation gleichgesetzt oder sogar noch vorangestellt wurde. Die tragische Akzentverschiebung belegt Erdmann unter anderem an der Micha-Initiative der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA). Dabei zeigt er, dass diese Initiative nicht eine Idee der WEA war, welche dann dankend von der UN begrüsst wurde, sondern dass sie sich an den UN-Millenium-Entwicklungszielen orientierte und von diesen inspiriert wurde. Der Autor zeigt, dass man die bekannten Bücher von Rick Warren Kirche mit Vision und Leben mit Vision nicht losgelöst von der damit verbundenen Sozialphilosophie sehen kann.
„Der kritischen Beobachtung, welcher beispielsweise die Lausanner Bewegung oder die Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen (AEM) unterzogen wird, mag manchem Leser anstössig erscheinen. Trotzdem ist sie hilfreich und wichtig. Dr. Martin Erdmann bin ich sehr dankbar dafür, dass er verschiedene Puzzleteile zu einem Gesamtbild zusammenfügt und die Hintergründe dieser Entwicklung aufzeigt.“

